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ERÖFFNUNG Frühjahr 2017

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Zahnärztliche Schlafmedizin - Schnarchen und Schlafapnoe

 

Schnarchen ist keine Seltenheit und betrifft bundesweit mehrere Millionen Patienten. Neben dem reinen, meist vom Partner, als störend empfundenen Schnarchgeräusches ist oftmals auch das häufig unterschätzte Krankheitsbild des Schlafapnoe-Syndroms mit dem Schnarchen vergesellschaftet. Etwa 2-4% der Bevölkerung leiden unter beidem. Bei der Schlafapnoe kollabiert im nächtlichen Schlaf die Rachenmuskulatur und der Luftweg wird eingeengt. Durch Atmen entsteht ein starkes vibrieren der erschlafften Weichteile in Form von Schnarchgeräuschen. Kommt es zu einem vollständigen Verschluss des Atemweges durch die erschlaffte Muskulatur und die nach hinten sackende Zunge können Atemaussetzer (bis zu 600 pro Nacht, Dauer bis zu 2min) auftreten. Meist merkt der Betroffene dies selbst nicht, wohl aber der Partner. Durch den Sauerstoffmangel kommt es zu einer unbewussten Weckreaktion (Arousel) im Gehirn und zu einem Wiederseinsetzen der Atmung. Je mehr dieser Aussetzer und die damit verbundenen Weckreaktionen auftreten desto unerholsamer wird der Schlaf. Die Betroffenen fühlen sich morgens kaputt, müde und unausgeschlafen. Auch Tagesmüdigkeit-/schläfrigkeit und die Tendenz bei monotonen Tätigkeiten einzunicken werden ehäuft beobachtet. Allgemeinmedizinisch nicht zu vernachlässigen sind bei unbehandelter Schlafapnoe das erhöhte Risiko des Auftretens von Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall.

Lautes Schnarchen, das morgendliche Gefühl des Unausgeschlafenseins sowie fremdanamnestisch beobachtete Atemaussetzer (Apnoen) sollten Grund für einen Termin bei Hausarzt sowie eine fachärztliche Untersuchung (HNO, Lungenarzt) sein. Diese beginnt meist in Form einer ambulanten nächtlichen Schlafaufzeichnung. Abhängig vom Befund kann eine weitere Diagnostik in einem Schlaflabor angezeigt sein.

 

Zur Behandlung von obstruktiven schlafbezogenen Atmungsstörungen gibt es heutzutage verschiedene Therapieoptionen.

Zum einen stehen verschiedene Überdruckanwendungen mithilfe von z.B. nCPAP/ biPAP – allgemein als Schlafmasken bekannt – zur Verfügung. Ein Kompressor erzeugt einen Überdruckluftstrom der über eine Nasenmaske den Rachen pneumatisch schient und die Atemwege offen hält. Leider hat ein nicht unerheblicher Teil der Patienten insgesamt Schwierigkeit bei der Anwendung der Schlafmasken oder es treten Nebenwirkungen in Form von Druckstellen, Mund- und Nasentrockenheit, Nasenbluten, Bindehautentzündung etc. auf, was als CPAP Incomplience oder auch Non-Complience bezeichnet wird.

  

Als weitere Therapiemöglichkeit abhängig vom Ausprägungsgrad des Schnarchens bzw. der Schlafapnoe stehen zahnärztliche Schienen, meist als (Anti-)Schnarchschienen bekannt-  zur Verfügung oder auch chirurgische und weitere Verfahren.

 

(Anti-)Schnarchschiene oder korrekt ausgedrückt Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) werden seit Anfang der 1980er Jahre verwendet und schon seit Beginn ihrer Einführung werden therapeutische Ergebnisse und die klinische Wertigkeit beschrieben.  

 

Unterkieferprotrusionsschienen wirken durch eine mechanische Vorverlagerung des Unterkiefers. Diese Schienen positionieren Unterkiefer, Zunge und weitere Strukturen nach vorne und öffnen den Biss, sodass es zu einer Öffnung des Pharynxlumens kommt, der Atemwegswiderstand abnimmt und die Atemwege im Schlaf mechanisch erweitert bzw. offengehalten werden.

Die Unterkieferprotrusionsschienen besehen aus transparentem Kunststoff (ähnlich Knirscherschienen) und werden nach Abformung der Zähne individuell für jeden Patienten im Zahntechnischen Labor angefertigt. Es handelt sich um ein an Ober- und Unterkiefer angepasstes, einstellbares Schienensystem. Für die Feineinstellung mit eingearbeitet ist ein kleines Verbindungselement.

 

Gern erläutern wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch weitere Details zur zahnärztlichen Schlafmedizin sowie zu Unterkieferprotrusionsschienen. Sollten bereits Voruntersuchungen erfolgt sein, möchte wir Sie bitten diese Unterlagen mitzubringen wie z.B. Berichte ambulanter Schlafaufzeichnung bzw. Messungen aus einem Schlaflabor, fachärztliche Befunde zu Voruntersuchungen, ggf. ärztliche Vorordnung (UPS) und Röntgenbilder.

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